Wir dürfen aus rechtlichen Gründen unsere Ausbildung nur als spezielles Service für unsere Mitglieder anbieten, sonst müssten wir einen Gewerbeschein als Segelschule lösen; ein weiterer Unterschied sind die Kosten, die innerhalb des Vereins natürlich wesentlich günstiger sind.

Wir beginnen die Theoriekurse jedes Jahr im Herbst, also außerhalb der Segelsaison, im November; meist gehen sich bis zum Frühjahr bis zu drei komplette Kurse aus - seit 2020 haben wir mehr als 100 Mitglieder ausgebildet, ein Großteil hat die Prüfungen mittlerweile erfolgreich abgelegt.

Der Lockdown im Winter 2020 hat uns dazu gezwungen, den angesetzten Kurs online abzuhalten, was entgegen unseren Erwartungen hervorragend geklappt hat. Die Vorteile: auch Teilnehmer aus den Bundesländern, ja sogar aus dem Ausland konnten teilnehmen und es war für alle Teilnehmer leichter, am Abend online einzusteigen, als 2x pro Woche, ca. 6 Wochen lang zu einem Kursort zu fahren.

Das Stoffgebiet, das zu erlernen ist, ist recht umfangreich, vor allem der nautische Teil ist am Anfang recht komplex. Damit gemeint ist das Navigieren anhand einer Seekarte (wird zur Verfügung gestellt) und mit Navigationsbesteck (Zirkel, Dreieck). Basierend auf prüfungsrelevanten Aufgaben haben wir dazu interaktive Lehrmittel erstellt. Das zu erlernen braucht seine Zeit, ist aber Tel des durch die Jachtverordnung geregelten Prüfungsstoffes.

Nach Ende des Theoriekurses wird mit den Kursteilnehmern in der Regel ein Prüfungstermin vereinbart, der entweder "am Trockenen" stattfindet oder im Zuge eines Praxistörns an Bord. Die Prüfung kann nicht online abgelegt werden. Zwischen Kursende und Prüfung liegt ausreichend Zeit, um den im Kurs erlernten Stoff zu vertiefen.

Die Prüfung beginnt mit einem Multiple-Choice Test, der das Basiswissen umfasst. Dann folgt die Navigationsaufgabe, bei der für eine Segeljacht in mehreren Etappen die Navigation zu erstellen und auf der Seekarte zu zeichnen ist, den Schlussteil bilden Gezeitenaufgaben, die sich darauf beschränken, die Tidentabellen richtig zu lesen und zu interpretieren.

Voraussetzung ist die theoretische Prüfung und 500 Seemeilen mit 3 Nachtfahrten und 3 Nachtansteuerungen, und zwar nicht als Badegast, sondern als Wachführer, Steuermann oder Navigator.

Entweder durch eine Seemeilenbestätigung des Skippers oder wenn ich selbst der Skipper war, durch das Logbuch.

Nicht überall werden Segelscheine verlangt, in der Karibik etwa, wird selten danach gefragt - in Deutschland werden dafür nur deutsche Segelscheine und internationale Lizenzen (aus AT das IC) anerkannt, der MSVÖ, oder ÖSV Schein werden nicht anerkannt. Auf eigenem Kiel, als mit meinem Schiff, brauche ich theoretisch keinen Segelschein.

Weil der in der Regel von Charterfirmen verlangt wird, weil er zumindest theoretisch der Nachweis der für das Führen einer Jacht notwendigen Fähigkeiten darstellt. Wichtig ist er auch im Schadensfall, weil er gegenüber der Versicherung oder auch einem Seegericht nachweist, dass der Skipper über die notwendige Ausbildung verfügt hat.

In Kroatien theoretisch ja, aber alleine der Vergleich der Ausbildung zeigt den Unterschied - das sogenannte kroatische Küstenpatent kann schon mit einem Wochenendkurs erworben werden, na dann ...

Binnensegeln, meist mit einer Jolle, ist die Basisschule des Segelns - und mit einem FB2 kann in der Regel kein Segelboot bei einem Verleiher an einem See gemietet werden, da wird der A-Schein verlangt.

3 Jahre, dann verfällt die theoretische Prüfung und muss wiederholt werden.

Zu Beginn wird das seglerische Können und das theoretische Wissen vertieft und trainiert, so dass die Prüfung selbst dann aus einer Fülle von Kenntnissen schöpft und nicht gerade so bestanden wird. Danach kommt der Prüfer an Bord und die in der Regel 2 Tage dauernde Prüfung beginnt. Der Prüfer arbeitet zwar einen Katalog an Themen ab, im Wesentlichen dreht es sich um seine persönliche Einschätzung, ob er dem Kandidaten die eigenständige Führung einer Segel- oder Motorjacht zutraut.

Hier, im Terminkalender, wo alle geplanten Törns, Veranstaltungen, Weiterbildungen und Skippertrainings angeführt sind - verbunden mit der Möglichkeit sich online anzumelden.

Erstens den FB2 und dann insgesamt 1500 Seemeilen, davon mindestens 500 als Skipper - dann kann ich eine theoretische Prüfung ablegen; praktische Prüfung ist keine vorgesehen.

Auf Nachfrage können wir die Lehrmittel auch zum Selbststudium zur Verfügung stellen und Fragen dazu in einem Privatissimum klären.

Nein, die theoretische Prüfung reicht aus.

Die Ketsch "Cerevisia" ist ein bereits älteres Schiff, dass 14 Meter lang ist und ganz anders aussieht, als eine der üblich "verdächtigen" Charterjachten. Erstens hat sie ein Mittelcockpit, da sie auch für Lang- und Blauwasserfahrten (im sogenannten "offshore" Bereich) konzipiert ist und zweitens erinnert sie unter Deck an die gediegenen Jachten vergangener Tage und hat daher nicht so viel Schlafplätze zur Verfügung.

Entweder auf den beiden Eignerschiffen, die dem Marinezirkel zur Verfügung stehen, oder auf einer Charterjacht. Bis auf die Schiffsgröße und den Umstand, dass die "Cerevisia" ein Zweimaster ist, besteht kein Unterschied. Die Charterjacht kann überall, im gesamten Mittelmeer liegen, der Aktionsradius der Eignerjachten ist auf die Adria beschränkt.

Für eine Woche Segeltörn sollte man pro Person mit ca. 600 bis 1000 Euro rechnen, der größte Faktor ist der Charterpreis, der stark variiert und vor allem je nach Jahreszeit z.T. sehr unterschiedlich ist; dazu kommen noch Hafengebühren, Verpflegung, Versicherungen und die Anreisekosten.

Die sogenannte römische Teilung, Gesamtaufwand durch die Anzahl der Teilnehmer, hat sich über den Zeitraum einer Woche als fair, und zwar allen gegenüber, herausgestellt. Die Kosten für den Jachtcharter, für Diesel und Hafengebühren und sonstige schiffsbezogene Ausgaben, die Versicherung etwa, erscheint meist noch logisch, nur bei der Verpflegung scheiden sich meist die Geister. Ich trinke kein Bier, ich mag keine Fische und ich ess nicht so viel, sind oft die Argumente - dessen ungeachtet hat es sich aber gezeigt, dass sich all diese Unterschiede im Lauf der Tage durchaus ausgleichen, so ist bei den MZ-Törns durchaus üblich, nicht nur die Bordverpflegung und die Restaurantbesuche, sondern auch die Kaffees in der Marina in die Bordkassa miteinzubeziehen.

Das ist ein "Führerschein" für Wasserstraßen, die einer eigenen Gesetzbarkeit unterliegen als Seen oder das Meer. Die Prüfung ist daher ähnlich der für den Führerschein, zuerst der rechtliche Teil, dann der Techniker und schließlich die "Fahrprüfung". Das Donaupatent erlaubt Fahrten mit dem Motorboot bis zu 10m Länge auf allen Wasserstraßen in Europa. In Österreich ist das im Wesentlichen die Donau. Diese Ausbildung bieten wir nicht an, sondern empfehlen gerne eine entsprechende Fahrschule.

Da wir keine gewerbliche Segelschule sind, ist die Ausbildung ein Service für unsere Mitglieder - unsere Ausbildner und Vortragende verlangen daher kein Honorar sondern stellen nur ihren Aufwand, etwa für Unterlagen oder Reisespesen, in Rechnung. Gleiches gilt für die Erarbeitung der Kursunterlagen. Bei Prüfungs und/oder Ausbildungstörns verlangt der Skipper, der hier als Segelinstruktor/Lehrer fungiert, ebenfalls kein Honorar, dafür trägt die Crew alle Kosten des Törns für Ihn. Für die Prüfungen fallen Gebühren des MSVÖ an bzw. Spesen des Prüfers und dann noch Gebühren für die Ausstellung des Segelscheins.

Da unsere Skipper bei Ausbildungs und Prüfungstörns kein Honorar verlangen (in freier Wildbahn werden dafür bis zu 1500 Euro pro Woche, plus freie Station verlangt), sollten ihnen wenigstens die Kosten ersetzt werden, also die Törnausgaben von der Crew übernommen werden.

Das IC ist das offizielle Zertifikat der Republik Österreich, das von der österreichischen Schifffahrtsbehörde, der "via Donau" ausgestellt wird. Der vom MSVÖ ausgestellte Schein gilt als "Vereinsschein", der theoretisch auch anerkannt wird, aber nur theoretisch, in Deutschland etwa kommt man ohne das IC nicht weit.

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